Dresden-Gedenken am 10. Februar 2018

Am 10. Februar, von 15 bis 16 Uhr versammelten sich etwa 800 Deutsche vor dem Bahnhof Dresden-Reick um der Opfer des alliierten Bombenterrors vom 13. und 14. Februar 1945 zu gedenken. Die Route des Schweigemarsches ging die Winterberg- und Bodenbacher Straße durch die Stadtteile Seidnitz und Dobritz und weiter entlang des „Großen Garten“ nach Dresden-Strehlen. An der Strecke lagen viele Wohnhäuser, deren Bewohner den von getragener Musik untermalten Schweigemarsch mit Aufmerksamkeit verfolgten. Nur an einigen Stellen waren kranke Menschen zu sehen, die sich Antifaschisten nannten und durch Lärm versuchten auf sich aufmerksam zu machen. Aus ihren schon reichlich abgestandenen Parolen hob sich ein Transparent mit der Aufschrift „Antisemitismus schadet der Seele“ ab – immerhin mal eine neue Parole aus der Waffenkammer der psychologischen Kriegsführung der Angloamerikaner.
Gegen 17:30 Uhr erreichte der Zug den Basteiplatz an der Südostecke des Großen Gartens. Dort fand eine gut einstündige Abschlußkundgebung statt. Es sprachen Maik Müller, Udo Voigt, Roland Wuttke und Thorsten Heise. Weiterhin trugen Teilnehmer aus der Tschechei, aus Frankreich, Serbien und Spanien ihre Solidaritätsbotschaften vor. Höhepunkt war die Übergabe einer französischen Fahne durch einen jungen Franzosen an einen jungen Deutschen – ein Sinnbild der Waffenbrüderschaft im Kampf für Europas Freiheit. Die Veranstaltung war von starken Polizeikräften begleitet, offenbar um den friedlichen Charakter des Gedenkmarsches zu konterkarrieren. Am darauffolgenden Tag besuchten Aktivisten den Heide-Friedhof und legten am Mahnmal der Bombenopfer Blumen und Kerzen nieder.

Autor: Roland Wuttke

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